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Rae Beumer § Tappert siegen vor dem OLG Hamm

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Rechtsanwalt Tappert wird Fachanwaltschaft für Arbeitsrecht erteilt

Am 12.12.2007 hat der Vorstand der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf Herrn Rechtsanwalt Markus Tappert aufgrund besonderer theoretischer und praktischer Kenntnisse die Befugnis verliehen, den Titel „Fachanwalt für Arbeitsrecht“ zu führen.

 

 

Interview mit Sascha Beumer beim Portal www.transfermarkt.de

Oktober 2007, Quelle: Interview der Woche

Interview der Woche

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht: 23.10.2007 - 10:00 Uhr
Interview der Woche Sascha Beumer ist Rechtsanwalt und Spielerberater. Über seine Erfahrungen als Berater sowie seine Ziele und Methoden sprach er offen mit Sven Bauer (Lapdog).

 

 

Transfermarkt.de: Herr Beumer, Sie sind Rechtsanwalt sowie Spielerberater. Wie lassen sich beide Berufe nebst Familie unter einen Hut bringen?

Sascha Beumer: Sowohl meine Rechtsanwaltskanzlei Beumer& Tappert, als auch meine Sportagentur CareerKick (www.careerkick.de) lassen sich mit dem gewissen Engagement gut verbinden. Als Rechtsanwalt hat man in Bezug auf die rechtliche Beratung der Spieler sehr große Vorteile Nicht- Juristen gegenüber, da es sich bei dem Beratungsbedarf der Spieler um das Basiswissen eines Rechtsanwaltes handelt. Das Privatleben leidet sicher etwas unter der doppelten Belastung, aber ich denke, dass dies alles eine Frage der Organisation und des Verständnisses der Partnerin ist. Dies ist zum Glück bei mir vorhanden.

Transfermarkt.de: Sie haben sehr viele Mandanten in den RL sowie OL. Wieso gerade von dort?

Sascha Beumer: Ich habe meine Agentur darauf ausgerichtet, jungen talentierten Spielern frühzeitig zur Seite zu stehen. Selbstverständlich ist dabei das Ziel, dass diese Spieler in der 1. und 2. Bundesliga Fuß fassen und sich dort etablieren.

Transfermarkt.de: Ihr offizielles Aushängeschild dürfte Pavel Drsek sein. Erhoffen Sie durch ihn, weitere Zugpferde verpflichten zu können?

Sascha Beumer: Selbstverständlich ist Pavel Drsek mein Aushängeschild und darf ruhig für viele junge Spieler als Vorbild genommen werden. Pavel ist ein absoluter Vollprofi mit allen dazugehörenden Eigenschaften und dazu einem tollen Charakter. Nicht zuletzt durch ihn kam es zu meiner weiteren Orientierung in den tschechischen Fußball und die damit einhergehenden Kontakte.

Transfermarkt.de: In bezug auf die tschechische Nationalmannschaft sind Sie auch involviert, in dem Sie die Mandate für die Spieler Pudil sowie Matejovsky (Torschütze gegen Deutschland) hier in Deutschland vertreten. Wie ist es dazu gekommen?

Sascha Beumer: Der tschechische Berater Ondrej Chovanec hat Kontakt zu Pavel Drsek aufgenommen, da er auf der Suche nach einem verlässlichen und eloquenten Partner in Deutschland war. Nach einem ersten Kontakt haben wir uns dann im Rahmen des U21-Länderspiel Deutschland – Tschechien in Leverkusen getroffen und sogleich gemerkt, dass wir sowohl sportlich als auch geschäftlich die gleiche Auffassung vertreten und uns über einer feste Partnerschaft verständigt. Diese hat sich dann u.a. in diesem Jahr bei dem Transfer des tschechischen Torschützenkönig Lubos Pecka zu Alemannia Aachen bewährt.

Transfermarkt.de: Wie läuft generell die Kooperation mit Chovanecsport ab?

Sascha Beumer: Die Kooperation ist ein dauerhafter wechselseitiger Austausch über den Spielermarkt in Tschechien und den Bedarf in Deutschland an Spielern. Aus diesem Grund fliege ich ca. alle 8 Wochen nach Prag und schaue dort an einem Spieltag bis zu 5 Spiele der Gambrinus Liga. So kann ich mir persönlich ein Bild von den interessanten Spielern machen und abschätzen, welcher Spieler für die deutsche 1. und 2. Bundesliga interessant ist. Ich glaube, es gibt keinen deutschen Berater, der den tschechischen Spielermarkt besser beurteilen kann und gemeinsam mit Ondrej Chovanec einen so engen Kontakt zu den tschechischen Spielern und Vereinen hat.
Zudem bieten wir den Scouts und Vereinsverantwortlichen der interessierten deutschen Vereine vollen Support, um die Spieler persönlich zu beobachten.

Transfermarkt.de: Ein weiterer kommender Nationalspieler unter Ihren Fittichen ist Adrian Student von Bayer Leverkusen II, der zur polnischen U21-Nationalmannschaft eingeladen wurde. Welche Zukunftsprognosen haben Sie für ihn?

Sascha Beumer: Adrian hat leider bei seinem Verein Bayer Leverkusen keinen einfachen Stand. Ihm traue ich jedoch noch eine ganze Menge zu und Adrian wird im nächsten Jahr entweder bei einem deutschen Drittligisten oder im benachbarten Ausland, hier denke ich besonders an Polen oder Tschechien, spielen.

Transfermarkt.de: Was hat ein Spielerberater generell zu tun? Um was müssen Sie sich kümmern und wie viel Zeit nimmt Ihr Zweitjob in Anspruch?

Sascha Beumer: Beraten statt nur vermitteln!!!
Das ist meine Philosophie, die ich auch konkret umsetze. Ein Berater hat sowohl die sportlichen, als auch die wirtschaftlichen Interessen seiner Klienten zu beachten und zu verfolgen. Leider verfolgen viele Spielervermittler in erster Linie Ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen. Dabei bleibt oft der Spieler auf der Strecke und macht den falschen sportlichen Schritt.
Oftmals ist hier weniger Mehr und auch etwas mehr Geduld der jungen Spieler gefordert…

Transfermarkt.de: Wie läuft ein erstes Gespräch mit einem potentiellen Kunden (Spieler) ab? Wie kontaktieren Sie ihn und was bieten Sie ihm an?

Sascha Beumer: Zunächst einmal beobachte ich oder lasse einen interessanten Spieler in mehreren Spielen beobachten.
Dabei achte ich neben der sportlichen Leistung auch auf die ersten Charaktereindrücke. Ich würde z. B. keinen Spieler beraten, der regelmäßig durch Tätlichkeiten oder Beleidigungen auffällt.
Passt das Profil des Spielers, nehme ich telefonisch Kontakt auf und kläre die vorhandene Beratersituation.
Sollte dies alles dann geklärt sein, kommt es zu einem persönlichen Gespräch, indem ich meine Philosophie darlege und geklärt wird, ob man einen persönlichen Draht zu einander hat, der für mich sehr wichtig ist. Liegt dieser vor, kommt es dann zumeist zu einer Zusammenarbeit.

Transfermarkt.de: Sind Sie als Berater rund um die Uhr zu sprechen bzw. bieten Sie Ihre Hilfe auch außerhalb des Platzes an? Inwiefern dann?

Sascha Beumer: Ich denke, dass sich meine Spieler hinsichtlich meiner Erreichbarkeit nicht beschweren können.
Zudem biete ich, und das ist sicherlich schon außergewöhnlich, meinen Spieler eine Rund-um- Betreuung aus erster Hand an.
Dies bedeutet, dass ich als Fachanwalt für Versicherungsrecht in Zusammenarbeit mit dem Sportlernetzwerk (www.sportlernetzwerk.de) meinen Spielern eine Absicherung auch für die unschönen Seiten ihres Sports wie Verletzungen bis hin zur Spielunfähigkeit und auch die Zeit nach der Karriere anbiete.

Zudem erhalten meine Spieler ein vollumfängliches Beratungspaket durch meine Kanzlei Beumer& Tappert in Düsseldorf (www.beumerundtappert.de) und durch weitere Partner.

Transfermarkt.de: Könnten Sie auch nur von den Verdiensten als Spielerberater leben oder ist Ihr Beruf als Rechtsanwalt vorrangig?

Sascha Beumer: Sehen Sie mir bitte nach, dass ich diese Frage offenlassen möchte.

Transfermarkt.de: Wie hat sich das Wesen der Spieler im Laufe der Jahre verändert? Abgehoben oder bleiben sie auf dem Teppich?

Sascha Beumer: Es gibt auch hier, wie überall im Leben solche und solche.
Enttäuschend finde ich, dass viele Spieler im Fußballgeschäft nicht zwischen guten und schlechten Ratschlägen selektieren und dabei oftmals keine Loyalität zeigen. Leider haben viele Spieler fernab des Platzes keinen starken Charakter. So kommt es dann leider oft zu persönlichen Enttäuschungen.

Transfermarkt.de: Erzählen Sie bitte eine Anekdote, die Sie mit einem Spieler erlebt haben.

Sascha Beumer: Ich habe einmal für einen jungen Spieler eines Abstiegskandidaten der Regionalliga ein sehr interessantes Angebot eines Aufstiegskandidaten ausgehandelt. Der Spieler hat mir daraufhin mitgeteilt, beim Abstiegskandidaten bleiben zu wollen, weil er auf das tägliche Gespräch mit seiner Mutter beim Mittagessen nicht verzichten könne….
Danach haben wir dann die Zusammenarbeit beendet.

Transfermarkt.de: Wie ist der Konkurrenzkampf zwischen den Spielerberatern? Was haben Sie hier erlebt?

Sascha Beumer: Sicherlich ist die Beraterszene ein Haifischbecken, wie überall gilt hier, wo viel Geld vorhanden ist, tummeln sich viele schwarze Schafe. Leider vergessen viele der Kollegen auch hier das Grundmaß an Anstand und Kollegialität und scheren sich nicht um bestehende Beraterverträge und Verbindungen. Das heißt, Spieler werden kontaktiert, der bestehende Berater schlecht geredet und mit Phantasieangeboten gelockt, die sich dann später nicht realisieren lassen. Leider vergessen manche Spieler dann oft, was man für diese schon getan hat.

Aber hier sind auch die Vereine gefordert, ich kann bis heute nicht verstehen, warum Bundesligavereine mit Leuten Geschäfte machen, denen man sonst noch nicht einmal sein Auto zum Einparken überlassen würde…

Transfermarkt.de: Ich danke Ihnen für die sehr offenen und ehrlichen Antworten!

 

 

Bilker Bote

Düsseldorf, August 2006

Kanzleieröffnung der Rechtsanwälte Beumer & Tappert.
Vernissage zum Auftakt...

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Düsseldorfer Sportportal

Düsseldorf, 30.07.2006

Fußballer Beumer und Tischtennisspieler Tappert.
Zwei Düsseldorfer Amateursportler gründen Rechtsanwaltskanzlei.

> zum Artikel

 

 

 

 

 
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